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Gestiegene Zufriedenheit mit Beitragsentwicklung bei privat Krankenversicherten

Die Zufriedenheit mit der Beitragsentwicklung ist bei Vollversicherten seit 2011 kontinuierlich gestiegen. Nach den marktweit deutlichen Erhöhungen von 2010 auf 2011 hat sich die Zufriedenheit wieder „erholt“ und erreicht den besten Wert seit 2009. Analysen von MSR Consulting zeigen, dass dies vor allem in zwei Entwicklungen begründet liegt: Krankenversicherer erhöhen insgesamt seltener die Beiträge und seit 2011 ist der Anteil starker Erhöhungen rückläufig. 2011 hatten 31% der Kunden zuletzt eine starke Erhöhung erlebt, 2014 waren es dagegen 19%. „Unsere Analysen aus der jährlich durchgeführten Marktstudie KUBUS PKV zeigen, dass sich frequente Beitragsanpassungen mit einem in der Kundenwahrnehmung geringen Anstieg weniger negativ auswirken als seltene hohe Anpassungen.“ so Michael Schulte, Client Manager bei MSR Consulting.
Ein weiterer wesentlicher Treiber zur Vermeidung von Unzufriedenheit ist eine nachvollziehbare Begründung im Zusammenhang mit der Beitragsanpassung. Versicherern gelingt solch eine nachvollziehbare Begründung immer seltener. Seit 2005 ist der Anteil der Kunden mit Beitragsanpassung, die diese nachvollziehen konnten, von 70% auf 58% gesunken.
Was heißt das für die Branche? Sind Beitragsanpassungen notwendig, sollten diese lieber häufiger, aber dafür in kleinen Schritten geschehen. Zudem sollte Energie in die Begründung der Anpassung gesteckt werden. Das ist im aktuellen Umfeld, in dem die Kunden wahrnehmen, dass die gesetzlichen Krankenkassen flächendeckend Beitragsrückerstattungen durchführen, sicherlich eine besondere Herausforderung. Da die Zufriedenheit mit der Beitragsentwicklung entscheidend für die Aussprache von Weiterempfehlungen ist, lohnt sich der Aufwand jedoch auf jeden Fall.

Gestiegene Zufriedenheit mit Beitragsentwicklung bei privat Krankenversicherten